AREVA Multibrid stellt erste Windenergieanlagen für alpha ventus fertig

Bremerhaven

08. September 2008

Die Multibrid GmbH unterzieht in diesen Wochen die ersten Windenergieanlagen für das Deutsche Offshore-Windenergie-Testfeld alpha ventus der Halleninbetriebnahme. Hierbei werden die Windenergieanlagen gemeinsam mit den im Turm befindlichen elektrotechnischen Systemen zusammen getestet und erstmalig in Betrieb gesetzt. Anschließend werden die Anlagen versandfertig gemacht.

Erst Mitte Juni 2007 hat Multibrid einen Liefervertrag über sechs Fundamente und Anlagen mit der von EWE, Vattenfall und EON gegründeten Betreibergesellschaft DOTI abgeschlossen. Dass nach nur knapp über einem Jahr später zusammen mit einem intensiven Zertifizierungsprozess mit Bestätigung der für den rauen Betrieb in der Nordsee geprüften Extremlasten sämtliche Fundamente gefertigt sind, beweist den hohen Grad an Know-how zur Umsetzung von Offshore-Projekten bei Multibrid.

Multibrid und DOTI haben vertraglich vereinbart, dass die Anlagen zum Sommer 2009 errichtet sein müssen – alle beteiligten Parteien haben jedoch alles unternommen, um das Projekt zu beschleunigen. „Der erreichte Stand ist beachtlich“, so Jörg Kuhbier, Vorsitzender des Offshore-Forums Windenergie.

„Das Testfeld alpha ventus hat bereits jetzt gezeigt, dass die Pläne zum Ausbau der Offshore-Windenergie technisch umgesetzt werden können: Der in diesem kurzem Zeitraum erreichte Stand des Testfeldes – das weltweit erstmals in derartigen Wassertiefen und einer derartigen Entfernung zum Land errichtet wird – ist auch der intensiven und sehr guten Zusammenarbeit mit den Behörden zu verdanken“, so Michael Klingele, Projektleiter für das Projekt bei Multibrid.

Auch die Prozeduren zur Errichtung der rund 700 Tonnen schweren Fundamente unterliegen einem intensiven Prüfungsprozess, der erfolgreich durchlaufen wurde. Multibrid hatte in den vergangenen Wochen jedoch sehr ungünstige Wetterbedingungen, die auf Grund von für den August aussergewöhnlichen Wellenhöhen von im Schnitt weit mehr als 1,5 Meter über weite Teile dieses Monats eine Installation der Fundamente mit der heute verfügbaren Errichtungslogistik nicht zuließen.

Dennoch hat die Verzögerung bei den Fundamenten keinen Einfluss auf den Projektablauf: „Vor Installation und Inbetriebnahme der Windenergieanlagen benötigen wir auch den Netzanschluss, auf den wir jedoch keinen Einfluss haben", so Niels Erdmann, Geschäftsführer von Multibrid. Dieser verzögert sich jedoch wahrscheinlich ebenfalls in das nächste Jahr. Um eine kostenoptimierte Projektabwicklung trotz dieser Umstände sicherzustellen, hat sich Multibrid entschieden, die Fundamente wie auch die Anlagen im nächsten Jahr zu errichten, so dass zum Netzanschluss mit der Inbetriebnahme begonnen werden kann.

Die Hersteller der Offshore-Windenergieanlagen sind für den Ausbau der Offshore-Windtechnologie bestens vorbereitet. Dringender Handlungsbedarf besteht jedoch in der Herstellung von wetterunabhängigen Errichtungseinheiten. Fertige Konzepte sind hierfür vorhanden, die Branche rechnet mit der Fertigstellung von ersten spezialisierten Errichtungseinheiten zum Ende des nächsten Jahres.