Trianel erhält erste 20 Offshore-Windenergieanlagen von AREVA Wind

Bremerhaven

28. März 2012

Foto: Jean Huby (Ceo AREVA Wind), Martin Günthner (Bremer Senator für Wirtschaft und Häfen), Klaus Horstick (Geschäftsführer des Trianel Windparks Borkum) und Nils Schnorrenberger (Geschäfstführer der Bis) vor der 20. Gondel (v.l.).

Bau des Trianel Windpark Borkum im Zeitplan

Die ersten 20 von insgesamt 40 Gondeln, Herzstücke der Windenergieanlagen für den Trianel-Windpark Borkum, übergab AREVA Wind Geschäftsführer Jean Huby heute in Bremerhaven.

„Wir sind stolz, 20 unter Fünf-Megawatt-Volllastbedingungen getestete M5000-Offshore-Windenergieanlagen für den Trianel Windpark Borkum bereit stellen zu können. Trianels Windpark Borkum – ausgestattet mit zuverlässiger AREVA-Technologie – ist ein wichtiger Schritt für den Offshore-Ausbau in der Nordsee“, so Jean Huby, Sprecher der Geschäftsführung von AREVA Wind. Trianel hat sich bewusst für die M5000-Turbine von AREVA Wind entschieden. Mit einer Leistung von fünf Megawatt ist sie die weltweit erste, ausschließlich für große Offshore-Projekte entwickelte Windenergieanlage. Die Anlagentechnik wird permanent vor der korrosiven Seeatmosphäre geschützt. Gondel und Nabe sind hermetisch gegen die Außenluft gekapselt. Ein Luftaufbereitungssystem sorgt durch Filtration bei allen Witterungs- und Betriebszuständen dafür, dass im Inneren der Anlage keine Korrosion durch Salz und Feuchtigkeit auftreten kann. „Nach den Erfahrungen im Testfeld alpha ventus hält die AREVA-Anlage, was sie verspricht. Die Anlagen laufen im Testfeld mit höchster Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit", lobt Klaus Horstick, Geschäftsführer des Trianel-Windparks Borkum.

Horstick: „Mit der Übergabe der ersten Anlagen ist ein weiterer Projektabschnitt erfolgreich abgeschlossen. Wir werden im Sommer die Windräder aufstellen, dann kann man den Baufortschritt auch mal sehen.“ Gondeln, und Rotorblätter der AREVA M5000-Windenergieanlage werden in Bremerhaven und Stade gefertigt und warten nun auf ihren Einsatz. Auch die (S3-)Turmsegmente werden in Bremerhaven ausgerüstet. Voraussichtlich Ende Mai werden die einzelnen Komponenten nach Eemshaven zur Endmontage transportiert. Die Errichtung der Anlagen auf offener See, rund 45 Kilometer nördlich vor der Küste von Borkum, wird Ende Juni erfolgen.

Ein halbes Jahr nach Baubeginn hat die Jack-Up-Barge „Goliath“ inzwischen 35 der insgesamt 40 Gründungsstrukturen in den Meeresboden gerammt. Für die kommenden Monate ist die Montage der Tripods (Gründungsstrukturen) geplant. Zum Jahreswechsel 2012/13 soll der Windpark ans Netz gehen. Parallel werden Netzanbindung, Umspannstation und Kabelverlegung fertig gestellt.

„Für das vierte Quartal 2012 erwarten wir den ersten Strom aus den Anlagen“, so Horstick. Die zweite Ausbaustufe mit weiteren 40 Anlagen und 200 Megawatt Leistung ist bereits genehmigt und soll nach der Inbetriebnahme der Phase I starten.