AREVA Deutschland
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Veränderungen in der Geschäftsführung der AREVA NP in Deutschland

Erlangen

06. November 2008

Der Aufsichtsrat der AREVA NP GmbH hat am 4. November das Aufgabengebiet des „Sprechers der Geschäftsführung“, das Ulrich Gräber seit Januar dieses Jahres wahrnimmt, erweitert. Ulrich Gräber wird zukünftig auch die Aufgaben des technischen Geschäftsführers ausüben.

Christian Hillrichs hatte die Position des technischen Geschäftsführers bislang in Personalunion mit seiner Aufgabe als Leiter des deutschen Servicegeschäfts wahrgenommen. Im September dieses Jahres wechselte Christian Hillrichs an die Spitze des weltweiten Servicegeschäfts der AREVA NP, das er nun von Paris aus führt. Herr Hillrichs scheidet aus diesem Grund aus der Geschäftsleitung der AREVA NP GmbH aus.

Der kaufmännische Geschäftsführer Rüdiger Steuerlein behält seinen Aufgabenbereich bei. Er wird künftig zusätzlich die Position des Arbeitsdirektors der AREVA NP GmbH übernehmen.

Die Änderungen in der Geschäftsleitung wurden zum 4. November 2008 wirksam.

Zu den Personen

Ulrich Gräber

Ulrich Gräber, Jahrgang 1948, verheiratet, studierte „Allgemeinen Maschinenbau“. Er startete seine berufliche Laufbahn bei der Kraftwerk Union AG (KWU) 1974, wo er als Projektingenieur an der Planung und Errichtung des Kernkraftwerks (KKW) Philippsburg Block 1 und 2 beteiligt war. Von 1976 bis 1980 wirkte er bei Lahmeyer International u.a. an der Planung des deutschen Entsorgungszentrums für radioaktive Abfälle in Gorleben mit.

1981 wechselte Ulrich Gräber zur Motor Columbus/Colenco, wo er 1988 Geschäftsführer der deutschen Niederlassung Colenco GmbH wurde. In dieser Zeit war er Mitglied der Projektgruppe für die Planung und Errichtung des Kernkraftwerks Neckarwestheim II.

1991 wurde er Partner und Geschäftsführender Gesellschafter der BTB Jansky GmbH. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Reorganisation von Kernkraftwerks-Betriebsorganisationen sowie die Implementierung von nachhaltigen Effizienzsteigerungsprogrammen (u.a. in den Kernkraftwerken Neckarwestheim, Philippsburg und Gundremmingen).

1999 wurde Ulrich Gräber in den Vorstand der EnBW Kraftwerke AG berufen, wo er bis 2002 das Technikressort verantwortete. 2002 machte er sich als Unternehmensberater im Bereich Energiewirtschaft & Energietechnik selbstständig und begleitete zahlreiche Projekte in den Bereichen der konventionellen und regenerativen Energieerzeugung. In dieser Zeit wirkte Ulrich Gräber außerdem aktiv am Aufbau des Zentrums für Energieforschung Stuttgart e.V. an der Universität Stuttgart mit, dessen Geschäftsführung er von 2002 bis 2005 innehatte.

Rüdiger Steuerlein

Rüdiger Steuerlein, Jahrgang 1951, studierte Rechtswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Er trat 1981 in die Abteilung „Kaufmännischer Vertrieb Zentraler Service“ der KWU AG ein und war in den Folgejahren mit der Abwicklung verschiedener kaufmännischer Themen im Vertrieb und Bau von Kernkraftwerken in Deutschland befasst (u.a. für die Baustellenabwicklung der Konvoi-Anlagen). Ab 1990 war er mit verantwortlich für die betriebswirtschaftliche Revision der KWU, bevor ihm 1994 die kaufmännische Projektleitung der Kernkraftwerkprojekte Angra 2 und 3 (Brasilien) übertragen wurde.

1998 übernahm er die Leitung des Fachzweigs Central Administration der Siemens Power Generation an den Standorten Erlangen und Offenbach und berichtete in dieser Position direkt an den kaufmännischen Bereichsvorstand der KWU.

Im Juli 2002 wurde er zum kaufmännischen Geschäftsführer der AREVA NP GmbH (vormals Framatome ANP GmbH) berufen. Rüdiger Steuerlein ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Tochtergesellschaft Advanced Nuclear Fuels (ANF) und Mitglied des Aufsichtsrats der AREVA Energietechnik (T&D) GmbH. Außerdem ist er Vorsitzender des Board of Directors der schwedischen Tochtergesellschaft AREVA NP Uddcomb AB.

Rüdiger Steuerlein ist verheiratet und hat drei Kinder.