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AREVA eröffnet neuen Versuchsstand in Karlstein

Offenbach / Karlstein

27. Mai 2009

AREVA hat am Standort Karlstein/Bayern den INKA-Versuchsstand (Integral Teststand Karlstein) offiziell eingeweiht. Mit dem Versuchsstand INKA wird das Unternehmen die Funktion der passiven Sicherheitssysteme des Siedewasserreaktortyps KERENA nachweisen. Der Siedewasserreaktor KERENA wird derzeit von AREVA gemeinsam mit E.ON entwickelt. Er wird das Reaktorportfolio von AREVA um einen Siedewasserreaktor der neuesten Generation mit mittlerer Leistung (1250 Megawatt elektrisch) erweitern.
 
Nach gut einjähriger Bauzeit ist der INKA-Versuchsstand die weltweit größte Versuchseinrichtung ihrer Art. Damit festigt AREVA ihre weltweite Spitzenposition bei der  Siedewasserreaktor-Entwicklung. „Auf dem Versuchsstand können wir Komponenten und Anlagensysteme von KERENA im Maßstab 1:1 auf Herz und Nieren prüfen“, sagte Stephan Krüger, Standortleiter Offenbach/Karlstein der AREVA NP GmbH. „Hier sind wir unseren Wettbewerbern einen großen Schritt voraus.“

Das Herzstück der Anlage, die auf dem Testgelände in Karlstein aufgestellt wurde, bilden drei sehr große Druckbehälter mit einem Volumen von bis zu 350 Kubikmeter. Diese simulieren die einzelnen Raumbereiche des Reaktor-Sicherheitsbehälters, in denen sich die Komponenten der passiven Sicherheitssysteme befinden. Mit Hilfe dieser Systeme kann ein Reaktor bei einem Störfall sicher, ohne menschliches Eingreifen und den natürlichen Gesetzen der Physik folgend abgefahren werden. An den Experimenten sind auch mehrere international anerkannte Forschungsinstitute, zum Beispiel das Forschungszentrum Dresden und das Paul-Scherrer-Institut der ETH Zürich beteiligt. Sie liefern und betreuen unter anderem die neuartige, hochentwickelte Messinstrumentierung.

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Reaktormodelle EPR, ATMEA1 und KERENA