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Schweiz: Kernkraftwerk Gösgen erhöht Flexibilität zur Stabilisierung des Stromnetzes

Erlangen

18. Oktober 2017

AREVA NP hat im Kernkraftwerk Gösgen ein System installiert, das die Stromproduktion der Anlage automatisch an den Bedarf im Stromnetz anpasst. Die installierte Lösung variiert die Einspeisung zwischen 50 und 100 Prozent der installierten Leistung, ohne dass der Betreiber eingreifen muss. Die Anpassung erfolgt dabei mit bis zu 30 Megawatt pro Minute.

AREVA NPs Technologie zur adaptiven Leistungsverteilung (ALV) beinhaltet ein Software-Upgrade der Reaktorsteuerung, Anpassungen der wesentlichen Schnittstellen im Kraftwerk, ein umfassendes Testprogramm sowie Schulungen für die Betriebsmannschaft.

„Die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind erhöht den Bedarf an ausgleichender Regelleistung. Unser ALV-System erhöht die Möglichkeiten von Kernkraftwerken, solche Leistungen zu erbringen und so das Stromnetz zu stabilisieren", erklärte Carsten Düweke, der bei AREVA NP für Sicherheitsleittechnik-Projekte verantwortlich ist.

„Dank der exzellenten fachlichen Zusammenarbeit zwischen AREVA NP und den Teams im Kraftwerk konnte das Projekt erfolgreich im Zeitplan abgeschlossen werden", ergänzte Peter Kulli, stellvertretender Leiter Elektrotechnik im Kernkraftwerk Gösgen.

AREVA NP hat seine ALV-Technologie seit 2008 bereits in vier deutschen Kernkraftwerken installiert (Philippsburg 2, Isar 2, Brokdorf, Grohnde). Weitere internationale Projekt sind in der Vorbereitung. Dazu erfolgt eine Anpassung von ALV für andere Reaktordesigns.

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