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AREVA erhält Auftrag zur Dekontamination des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld

Erlangen

12. Mai 2016

AREVA NP erhält vom Betreiber E.ON Kernkraft GmbH den Auftrag zur Dekontamination des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld. Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld ist ein Druckwasserreaktor in Bayern. Im Rahmen der Nachbetriebsphase soll das Projekt das radiologische Niveau des Reaktordruckbehälters, der Hilfssysteme sowie der anschließenden Rohrleitungen soweit wie möglich reduzieren. Das Projekt soll im vierten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

AREVA NP setzt in Grafenrheinfeld den selbstentwickelten Dekontaminationsprozess CORD UV® in Kombination mit der ebenfalls selbstentwickelten Dekontaminationsanlage AMDA® ein. Das Verfahren basiert auf der schrittweisen Zugabe spezieller chemischer Stoffe in den Primärkreislauf. Nach Abschluss der Arbeiten werden die verwendeten Chemikalien zu Kohlendioxid und Wasser zersetzt. Dadurch entsteht kein zusätzlicher Abfall.

Das Dekontaminationsverfahren kommt auch in noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken zum Einsatz, um die Dosisleistung bei Wartungsarbeiten zu reduzieren. Es kann auch als vorbereitende Maßnahme für den Rückbau genutzt werden, um das Volumen des für ein Endlager bestimmten Abfalls deutlich zu reduzieren.

„AREVAs Dekontaminationstechnologie hat sich bereits in mehr als 30 Kernkraftwerken weltweit bewährt, sowohl in Druckwasser- als auch in Siedewasserreaktoren. Der neuerliche Auftrag zeigt das Vertrauen der Kunden in unsere Technologie zur Dekontamination aller Reaktortypen“, erklärte Michael Cerruti, Executive Vice-President Sales der Reactors and Services Business Group von AREVA.

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