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AREVA: Neues Forschungsprojekt für Sicherheit von Kernkraftwerken in Karlstein

Erlangen

07. Juli 2015

AREVA wird in der Großversuchsanlage INKA im bayerischen Karlstein experimentelle Untersuchungen für Sicherheitssysteme von Kernkraftwerken durchführen. Die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) ist Projektträger und das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben. Die INKA-Versuchsanlage bildet einen Siedewasserreaktor mit den wesentlichen Sicherheitssystemen im großen Maßstab nach und ermöglicht die realitätsnahe Simulation eines Kernkraftwerks, etwa hinsichtlich der betrieblichen Temperatur- und Druckzustände.

Die Experten wollen zwischen März 2015 und Februar 2018 bisher theoretisch getroffene Annahmen durch komplexe, großtechnische Versuche überprüfen. Dabei geht es um das Verhalten des Reaktors unter extremen Bedingungen, wie beispielsweise dem gleichzeitigen Ausfall mehrerer Sicherheitssysteme und der kompletten Stromversorgung. Der besondere Fokus liegt dabei auf dem Verhalten von passiven Sicherheitssystemen, die ohne Strom und ohne den Eingriff durch Menschen selbstständig funktionieren. Die Ergebnisse der Testreihen dienen auch der Weiterbildung des Betriebspersonals von Kernkraftwerken.

Neben der GRS beteiligen sich auch die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Technische Universität Dresden sowie die Technische Hochschule Deggendorf an dem Projekt, das mit Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums finanziert wird.

AREVA betreibt im Rahmen des sogenannten „Technical Centers“ in Deutschland mehrere technische Versuchseinrichtungen, die Kernkraftwerke teilweise im Originalmaßstab nachbilden. Damit ermöglicht das Unternehmen realistische und praxisnahe Versuche im Rahmen der Sicherheitsforschung.

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Einzigartige Versuchseinrichtungen in Erlangen und Karlstein