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AREVA und Gamesa schließen verbindliche Vereinbarung über die Bildung eines weltweit führenden Offshore-Wind-Unternehmens

Madrid / Paris / Bremerhaven

07. Juli 2014

  • Im Rahmen des Joint Ventures legen die beiden Unternehmen ihre gesamten Offshore-Wind-Aktivitäten exklusiv zusammen.
  • Das neue Unternehmen hat beste Voraussetzungen, mit einer Projektpipeline von 2,8 Gigawatt bis 2020 einen Marktanteil von 20 Prozent in Europa zu erreichen und so ein führender Offshore-Wind-Akteur zu werden.

Gamesa und AREVA haben eine rechtsverbindliche Vereinbarung zur Bildung eines Joint Ventures im Wachstumsmarkt Offshore-Windenergie unterschrieben und damit die seit Januar laufenden Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Das neue Unternehmen hat beste Voraussetzungen, mit einer Projektpipeline von 2,8 Gigawatt bis 2020 einen Marktanteil von 20 Prozent in Europa zu erreichen und so ein führender Offshore-Wind-Akteur zu werden.

Die Transaktion soll im vierten Quartal 2014 abgeschlossen werden und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der französischen Regierung sowie der europäischen Wettbewerbsbehörde und anderer Aufsichtsbehörden.

Das 50/50 Joint Venture wird die Offshore-Wind-Aktivitäten beider Unternehmen umfassen, deren technologische und industrielle Fähigkeiten sowie die breite Erfahrung in der Windenergiebranche. AREVA hat seit 2004 speziell für den Einsatz auf hoher See geeignete Windenergieanlagen entwickelt und wird Ende 2014 Offshore-Kapazitäten von insgesamt 630 Megawatt installiert haben. Auch Gamesa verfügt über ein breites technologisches Know-how mit mehr als 20 Jahren Erfahrung über die gesamte Wertschöpfungskette der Branche.

Im Einzelnen bringt Gamesa die folgenden Anteile in das Joint Venture ein, die mit 195 Millionen Euro bewertet werden:

  • Die 5-Megawatt-Plattform des Unternehmens
  • Das Know-how aus dem Bereich Forschung und Entwicklung sowie Lizenzen für Technologien aus dem Onshore-Windbereich, die für den Einsatz offshore geeignet sindUmfangreiche Erfahrungen in Betrieb und Wartung von Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 20 Gigawatt onshore
  • Industrielles Know-how und Zugang zur Zuliefererkette, die zusammen den Schlüssel für Kostenoptimierungen darstellen.

AREVA bringt Anteile in Höhe von 280 Millionen Euro ein (inklusive dem Working Capital der laufenden Aktivitäten in Höhe von 70 Millionen Euro, vorbehaltlich einer endgültigen Bewertung beim Abschluss der Transaktion):

  • Die 5-Megawatt- und 8-Megawatt-Plattform des Unternehmens
  • Die zweitgrößte Projektpipeline im Offshore-Markt von insgesamt rund 2,8 Gigawatt
  • Das Know-how aus Forschung und Entwicklung im Bereich offshore
  • Die entsprechenden Produktionsstätten sowie Logistikzentren, insbesondere in Deutschland die Windturbinenfertigung in Bremerhaven und die Rotorblattfertigung in Stade.

Zudem zielt die Vereinbarung darauf ab, Gamesa zum bevorzugten Lieferanten des Joint Ventures für Komponenten zu machen.

Das neue Unternehmen verfügt über eine hervorragende Ausgangsposition, sich zu einem führenden Anbieter im Offshore-Wind-Markt zu entwickeln: Durch die Projektpipeline in Deutschland, Frankreich und Großbritannien wird der Marktanteil in Europa bis 2020 an der installierten Gesamtleistung von mehr als 25 Gigawatt deutlich wachsen. Schon bei der Gründung verzeichnet das Joint Venture namhafte Kunden, zu denen unter anderem Iberdrola und das Konsortium bestehend aus GDF SUEZ, EDP Renewables und Neoen Marine gehört. Zudem verfügen beide Unternehmen über breite Erfahrungen und wollen so auch an den Wachstumsmöglichkeiten in Asien teilhaben. Prognosen gehen dort von einer installierten Kapazität von 18 Gigawatt im Jahr 2020 aus.

Das Joint Venture verfügt über zwei 5-Megawatt-Plattformen und kann so flexibel auf Bedürfnisse des Marktes reagieren. Dazu wird das Unternehmen sowohl die M5000-Technologie von AREVA als auch Gamesas 5-Megawatt-Offshore-Turbine optimieren. Das Joint Venture wird zudem weiter an der neuen 8-Megawatt-Technologie arbeiten und die Senkung der spezifischen Kosten unserer Technologien weiter vorantreiben. Dabei kann das Joint Venture auf die kürzlich im Rahmen der zweiten Runde vergebenen Aufträge in Frankreich setzen, bis zum Jahr 2021 Anlagen der 8-Megawatt-Leistungsklasse mit einer Gesamtleistung von 1 Gigawatt zu errichten.

Das Joint Venture wird die Pläne zum Aufbau von Fertigungsstandorten sowohl in Großbritannien als auch in Frankreich fortführen, die AREVA bislang verfolgt hat. Dazu gehört insbesondere der Aufbau einer Turbinenfertigung im französischen Le Havre sowie die Schaffung eines Netzwerks aus Zulieferern und Partnern.

Der Hauptsitz des Joint Ventures wird Zamudio (Biskaya, Spanien) sein, während die operative Führung von Paris aus erfolgen wird. Der Vorstand besteht aus acht Mitgliedern, von denen jeweils vier von Gamesa und AREVA ernannt werden. Xabier Etxeberria, Gamesa’s Business CEO, wird der Chairman des Vorstandes. Die operative Geschäftsführung übernimmt Arnaud Bellanger, der im Moment das Offshore-Wind Geschäft bei AREVA führt.