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Speicherlösungen für bedarfsgerechten Strom: Forschungsprojekt LOHC

Häufig wird mehr Strom erzeugt als aktuell benötigt wird. Vor allem, wenn der Wind stark weht und die Sonne scheint. Doch auch der umgekehrte Fall tritt ein: Die Stromnachfrage übersteigt das Angebot. Erneuerbare Energien sind daher auf Speichertechnologien angewiesen, wenn sie eine sichere Stromversorgung leisten sollen.

Daher erforscht die AREVA GmbH – gemeinsam mit Partnern in einem Netzwerkprojekt – die Nutzung von flüssigen organischen Wasserstoffträgern (Liquid Organic Hydrogen Carrier, LOHC). Diese dieselähnlichen Flüssigkeiten werden mit Wasserstoff angereichert (Hydrierung), der Wasserstoff wird so sicher unter Normalbedingungen gespeichert. Und bei Bedarf wieder abgegeben (Dehydrierung). Zum Beispiel für die Rückverstromung in einer Brennstoffzelle. Sowohl Hydrierung als auch Dehydrierung sind katalytische Reaktionen und finden unter Druck und bei erhöhter Temperatur statt.

LOHC lassen sich einfach transportieren und lagern. Denn sie sind bei Umgebungstemperatur flüssig und drucklos speicherbar. Da keine Diffusionsverluste auftreten, kann der Wasserstoff auch längerfristig gespeichert werden – wobei der hierfür benötigte Platz gering ist.

Wird bereits eingesetzt: der LOHC-Energiespeicher

Anfang Dezember 2013 hat die AREVA GmbH eine Anlage zur Hydrierung und Dehydrierung von LOHC auf dem Firmengelände in Erlangen in Betrieb genommen. Dort fanden Parametertests, Zyklenversuche und Studien statt. Aktuell wird die Anlage im sogenannten ZAE SGS-Projekt in der Praxis erprobt – mit Wasser-Elektrolyseur und Brennstoffzelle komplettiert. Der Elektrolyseur wandelt Strom einer Photovoltaikanlage in Wasserstoff um, während die Brennstoffzelle aus dem gespeicherten Wasserstoff emissionsfrei Strom produziert.

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