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Offshore-Wind: AREVA wird durch Kooperation mit GAMESA zu einem europäischen Branchenführer mit globalen Ambitionen

Paris

20. Januar 2014

AREVA und GAMESA kündigen exklusive Verhandlungen zur Gründung eines Joint Ventures im Bereich Offshore-Windkraft an, an dem jedes Unternehmen 50 Prozent der Anteile halten wird.

Die Offshore-Windkraft ist einer der vielversprechendsten Märkte unter den Erneuerbaren Energien, insbesondere in den Küstenregionen Nordeuropas, in denen bis zum Jahr 2020 rund 25 Gigawatt Leistung installiert sein sollen. Die Aussichten für Asien sind genauso positiv.

Mit dem Joint Venture zwischen AREVA und GAMESA entsteht ein führendes Unternehmen im weltweiten Offshore-Markt, das die Entwicklung in diesem Bereich maßgeblich vorantreiben wird, insbesondere durch:

  • die Expertise, Innovationen und Investitionen in Forschung und Entwicklung neuer wettbewerbsfähiger und zuverlässiger Technologien für die Zukunft;
  • die Fähigkeit zur weiteren Industrialisierung der Branche bis hin zum Management von komplexen internen und externen Zulieferprozessen;
  • die Übertragung von Methoden zur Effizienzsteigerung aus dem Onshore- auf den Offshore-Bereich.

Das Joint Venture wird von erheblichen Synergien profitieren:

  • So hat AREVA seit 2004 im Rahmen etlicher Offshore-Wind-Projekte umfassende operative Erfahrung gesammelt, insbesondere durch die derzeit laufende Installation von 120 Anlagen der Fünf-Megawatt-Klasse in der Nordsee.
  • GAMESA ihrerseits verfügt über umfassende technologische Fähigkeiten im Onshore- sowie im Offshore-Bereich und kann auf über 19 Jahre Erfahrung entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Windenergiebranche zurückblicken. Das Unternehmen verfügt zudem über ein hohes Potenzial in der industriellen Fertigung, insbesondere durch gut entwickelte Lieferantenstrukturen.

In das Joint Venture bringen AREVA und GAMESA alle ihre Aktivitäten, Unternehmensbereiche und Technologien ein, die sie im Bereich Offshore-Wind aufgebaut haben:

  • AREVA wird die deutschen Standorte Bremerhaven (Windturbinenfertigung) und Stade (Rotorblattfertigung) sowie die Offshore-Wind-Technologie des Unternehmens und bestehenden Lieferverträge einbringen.
  • GAMESA wird die bestehende für Offshore-Projekte geeignete Multi-Megawatt-Technologie, ihre Fünf-Megawatt-Plattform und den Arinaga-Prototyp sowie Offshore-bezogene Entwicklungs-, Betriebs- und Wartungskapazitäten einbringen.
  • Zudem schließt das Joint Venture Vereinbarungen mit GAMESA zum vorrangigen Bezug von Schlüsselkomponenten.

Das Joint Venture hat sich zum Ziel gesetzt, ein führendes Produktportfolio für die Bedürfnisse des Offshore-Markts zu entwickeln:

  • Fünf Megawatt: Das Joint Venture wird die Vermarktung der M5000-Windenergieanlage von AREVA fortsetzen, die sich bereits im operativen Einsatz bewährt hat. Zudem wird die Technologie kurzfristig durch die Integration von GAMESAs Multi-Megawatt-Technologie weiterentwickelt.
  • Acht Megawatt: Beschleunigte Entwicklung der nächsten Windturbinen-Generation auf Basis der bisherigen Investitionen beider Partner. Die technologischen Synergien, die sich im Zuge des Joint Ventures ergeben, werden dabei vollumfänglich in die Entwicklung einfließen.

Mit dem Joint Venture entsteht ein verlässlicher Partner der bestehenden Kunden beider Unternehmen, zu denen auch der spanische Energieversorger Iberdrola* gehört. Iberdrola hat die M5000-Windenergieanlage für seine Offshore-Windparks bei Saint-Brieuc in Frankreich sowie Wikinger in Deutschland ausgewählt.

Das Joint Venture wird die bestehenden Vorhaben AREVAs zum Aufbau einer Offshore-Industrie in Großbritannien und Frankreich fortführen. Dazu gehört vor allem der Aufbau einer Windturbinen- sowie einer Rotorblattfertigung in Le Havre sowie die Ansiedlung eines entsprechenden Zulieferer- und Partnernetzwerks.

„Durch die Bildung eines führenden europäischen Offshore-Windunternehmens gemeinsam mit GAMESA spielt AREVA eine Schlüsselrolle im laufenden Konsolidierungsprozess der Offshore-Branche. Darüber hinaus unterstreicht dieser Schritt die langfristige Bedeutung der Erneuerbaren Energien für das Unternehmen", erklärte Luc Oursel, CEO von AREVA.

„Die Vereinbarung mit AREVA macht GAMESA zu einem Marktführer im Bereich Offshore-Wind. Das Joint Venture verschafft GAMESA neue Wachstumsperspektiven ergänzend zur bestehenden Geschäftsstrategie 2013–2015, die auch Synergien zu unseren Onshore-Aktivitäten schaffen wird", erklärte Ignacio Martin, CEO von GAMESA. „Genauso wird das Joint Venture den Weg für einen Markführer im Bereich Offshore ebnen, der über ein umfassendes Know-how entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfügt."

Die konkreten Vereinbarungen zur Bildung des Joint Ventures werden nach abschließenden Beratungen mit den Arbeitnehmervertretern von AREVA und GAMESA in den kommenden Monaten getroffen.

*Iberdrola hält 20 Prozent der Anteile an GAMESA.