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Brasilien: AREVA erhält Großauftrag über die Fertigstellung des dritten Reaktors in Angra

Paris / Erlangen

07. November 2013

AREVA hat mit dem brasilianischen Elektrizitätsversorgungsunternehmen Eletrobras Eletronuclear einen Vertrag über die Fertigstellung des Reaktors Angra 3 im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro im Wert von 1,25 Milliarden Euro unterzeichnet.

In diesem Rahmen liefert AREVA Ingenieurleistungen, Komponenten sowie die digitale Leittechnik für den Reaktor und unterstützt bei den Installationsarbeiten und der Inbetriebnahme. Mit diesem Vertrag trägt das Unternehmen zur Errichtung seines 103. Reaktors weltweit bei. Dies bestätigt AREVAs Know-how in den Bereichen Reaktorbau und -design sowie in der Herstellung von Komponenten und der Sicherheitsleittechnik für Kernkraftwerke.

„AREVA ist stolz, den Zuschlag für die Fertigstellung des dritten brasilianischen Kernreaktors erhalten zu haben. Damit setzen wir unsere Zusammenarbeit mit Eletrobras Eletronuclear fort, die mit dem Bau und der Bereitstellung von Reaktorservice für den Reaktor Angra 2* begann. Die Fertigstellung von Angra 3 unterstreicht Brasiliens Engagement beim Ausbau der Kernenergie und bestätigt die Bedeutung dieser Energiequelle für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung“, erklärte der Vorstandsvorsitzende von AREVA, Luc Oursel.

Das weiterentwickelte Design von Angra 3 liegt auf dem Niveau derzeit im Betrieb befindlicher moderner Reaktoren, insbesondere in Hinblick auf den sicheren Betrieb der Anlage. Es entspricht damit allen Richtlinien der Internationalen Atomenergieagentur IAEA und den Vorschriften der brasilianischen Aufsichtsbehörde, die auch die Lehren aus dem Unfall in Fukushima enthalten.

*In Angra befinden sich zwei Druckwasserreaktoren: Angra 1, mit einer elektrischen Leistung von 640 MW ging 1985 ans Netz und Angra 2, mit einer elektrischen Leistung von 1.350 MW ging 2001 in Betrieb. Das Projekt zum Bau von Angra 3, einem 1.405 MWe-Druckwasserreaktor, wurde von der brasilianischen Regierung 2006 wieder aufgenommen, um den steigenden Energiebedarf des Landes zu decken und zu einem ausgewogenen Energiemix zu gelangen.

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