AREVA Deutschland
Mediencenter

Gestaffelte Barrieren halten Radioaktivität zurück

Wussten Sie, dass beim EPR-Reaktor – einem Durckwasserreaktor der neuesten Generation III+ – sechs Barrieren den Austritt radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung in die Umgebung verhindern?

1) Im Kristallgitter der Urantabletten werden die bei der Kernspaltung entstehenden Spaltprodukte bis auf wenige Prozent festgehalten.

2) Hüllrohre, gasdicht und druckfest verschweißt, umhüllen den Brennstoff und halten die Spaltprodukte zurück.

3) Der Reaktordruckbehälter wirkt als „Schutzpanzer“. Er widersteht, ebenso wie die angeschlossenen Primärkreisläufe, den auftretenden Belastungen durch Druck, Temperatur und Strahlung.

4) Die Betonabschirmung: Ein dicker konzentrischer Schild aus Stahlbeton umgibt den Reaktordruckbehälter und schirmt austretende Strahlung nahezu vollständig ab.

5) Die innere Stahlbetonhülle des Reaktorgebäudes ist vollständig mit Stahl ausgekleidet und umschließt den nuklearen Teil der Anlage. Vollkommen dicht und nur durch Schleusen begehbar.

6) Die äußere Stahlbetonhülle des Reaktorgebäudes schützt vor allem gegen äußere Einwirkungen. Zusammen mit der inneren Stahlbetonhülle dient sie als letzter Strahlenschutzschild und reduziert die aus dem Reaktorgebäude austretende Strahlung auf vernachlässigbar kleine Werte, weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte.

Im hypothetischen Fall einer Kernschmelze fängt ein Becken aus speziellem, hitzebeständigem Material das geschmolzene Kernmaterial auf. Und verhindert so, dass radioaktive Stoffe in die Umgebung freigesetzt werden.

Video

Sicherheitsmerkmale des EPR-Reaktors (in Englisch)

Reaktormodelle EPR, ATMEA1 und KERENA