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Windenergie von der Nordseeküste für Mittelfranken: Die infra fürth gmbh und die Herzo Werke kooperieren mit AREVA

Fürth / Herzogenaurauch / Erlangen / Bremerhaven

31. Juli 2013

Der Fürther Energiedienstleister infra – vormals Stadtwerke Fürth – und die Herzo Werke aus Herzogenaurach werden bald Windstrom aus dem Norden Deutschlands an ihre Kunden in Mittelfranken liefern. Dazu kooperieren sie mit AREVA und beteiligen sich an einem Prototyp der AREVA-Windkraftanlage M5000-135 in Bremerhaven. Der entsprechende Vertrag wurde Ende Juli unterzeichnet. Die Einzelheiten der Kooperation werden in den kommenden Wochen endverhandelt.

Die Windkraftanlage für Mittelfranken ist die Weiterentwicklung der bewährten M5000-Technologie und soll zukünftig ebenso in sogenannten Offshore-Windparks auf hoher See zum Einsatz kommen. Vorher prüfen die Techniker und Ingenieure von AREVA Wind das Betriebsverhalten an einem gut erreichbaren Prototyp an Land und absolvieren dort die letzten Schritte zur Zertifizierung des Anlagentyps für den späteren Betrieb im Meer. Bereits während dieser Phase produziert die Windturbine mit ihrer maximalen Leistung von fünf Megawatt genug Strom, um rechnerisch fast 4.000 Haushalte zu versorgen. Diesen Strom wollen infra und die Herzo Werke zu ihren Kunden bringen. Damit verfolgen beide Versorger konsequent die Strategie weiter, einerseits ihren Kunden Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern und andererseits eigene Erzeugungskapazitäten aufzubauen.

„Bereits seit 2008 erhalten unsere Kunden ausschließlich TÜV-zertifizierten Ökostrom – ohne Aufpreis. Unser Ziel ist es, bis 2021 25 Prozent des Fürther Gesamtstromverbrauchs aus eigenen erneuerbaren Energien zu decken. Rund 20 Millionen investierten wir dafür beispielsweise in den Bau eines modernen Bio-Energie-Zentrums im Landkreis Fürth. Die Kooperation mit AREVA und den Herzo Werken ist deshalb für uns ein logischer Schritt. Schließlich ist die Windkraft in Deutschland einer der wichtigsten erneuerbaren Energieträger“, erklärte Hans Partheimüller, Geschäftsführer der infra, bei der Vertragsunterzeichnung.

„Die Herzo Werke setzen seit Jahren auf eigene Anlagen zur Erzeugung von grünem Strom. Dazu nutzen wir derzeit Photovoltaik, Wasserkraft aus der Aurach, Biomasse und Biogas, alles aus unserer Region. Nun wollen wir den Anteil der Windenergie erhöhen“, sagte Jürgen Bauer, Geschäftsführer der Herzo Werke.

„Künftig sollen hunderte Windkraftanlagen in und an der Nord- und Ostsee Strom auch für Süddeutschland produzieren. Mit dieser Kooperation kommen wir diesem Bestreben ein Stück näher und produzieren im windreichen Norden Strom, der auch den Verbrauchszentren im Süden zu Gute kommt“, ergänzte Stefan vom Scheidt, Sprecher der Geschäftsführung der AREVA GmbH in Erlangen.

„Seit 2009 laufen unsere Turbinen im Windpark alpha ventus in der Nordsee. Diese langjährige Betriebserfahrung ist in die Weiterentwicklung der M5000-135 eingeflossen. Damit können wir auf Basis der bewährten Technik eine höhere Stromausbeute erzielen. Das macht die Lernkurve deutlich, die wir durch den konsequenten Ausbau der ersten kommerziellen Offshore-Windparks weiter vorantreiben wollen“, betonte Jean Huby, Sprecher der Geschäftsführung von AREVA Wind.

Der Prototyp befindet sich derzeit in Bremerhaven in der Nähe der A27 im Bau. Die beiden kommunalen Versorger übernehmen die Anlage voraussichtlich im September 2013 schlüsselfertig. AREVA behält einen Anteil von 15 Prozent.

AREVA gehört zu den wenigen Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Offshore-Windenergie-Branche. Bereits seit 2009 erzeugen AREVA M5000-Windturbinen im ersten deutschen Hochsee-Windpark alpha ventus Strom. Der erste Prototyp ist seit 2004 in Betrieb. Derzeit erfolgt der Bau des Trianel Windparks Borkum in der Nordsee. Gleichzeitig läuft die Produktion der Anlagen für den Windpark Global Tech I in Bremerhaven. Insgesamt hat AREVA Wind inzwischen mehr als 100 Windturbinen für den Einsatz auf dem Meer produziert. Die weiterentwickelte AREVA M5000-135 weist mit 135 Metern gegenüber den 116 Metern des Modells M5000-116 einen größeren Rotordurchmesser auf. Dadurch verbessert sich die Stromausbeute des Betreibers. Beide Anlagentypen sind auf fünf Megawatt ausgelegt. Die M5000-135 umstreicht mit ihrem vergrößerten Rotordurchmesser mehr Wind und generiert so mehr Strom.

Die infra fürth unternehmensgruppe ist der kommunale Energieversorger für Fürth und die Region. Rund um Strom, Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme und Stadtverkehr bietet sie mit rund 400 Beschäftigten über 70.000 Kunden maßgeschneiderte Produkte, Konzepte und Dienstleistungen.