AREVA Deutschland
Mediencenter

Hitachi-GE Nuclear Energy übernimmt AREVA-Technologie für System zur gefilterten Druckentlastung des Sicherheitsbehälters

Tokio / Erlangen

04. Juni 2013

Hitachi-GE Nuclear Energy, Ltd. (Hitachi-GE) und AREVA gaben heute bekannt, dass sie eine Vereinbarung zur Lieferung von Systemen zur gefilterten Druckentlastung des Sicherheitsbehälters (sogenannten FCVS) getroffen haben, um die Sicherheit in Kernkraftwerken zu erhöhen. Die Zusammenarbeit beinhaltet die Übernahme der AREVA-Technologie für das Design, die Herstellung und den Einbau der Komponenten durch Hitachi-GE. Das FCVS kommt in japanischen Siedewasserreaktoren (SWR) zum Einsatz.

Seit dem großen Erdbeben im Osten Japans hat Hitachi-GE seine Bemühungen intensiviert, die Sicherheit der Kernkraftwerke zu erhöhen. AREVA installierte FCVS schon in mehr als 50 Anlagen weltweit. Hitachi-GE arbeitete bereits eng mit AREVA zusammen, um die Funktionalität und Leistungsfähigkeit von FCVS für den Einbau in japanischen SWR-Anlagen im Vorfeld zu untersuchen.

Die Partnerschaft vereint das Know-how und die Erfahrung von AREVA in FCVS-Technologie mit der umfassenden Expertise von Hitachi-GE in der Technologie der SWR-Anlagen in Japan, die eine Anpassung des Systems und einen raschen Einbau ermöglicht.

FCVS erhöhen die Sicherheit in Kernkraftwerken. Das System spielt eine wichtige Rolle zur Vermeidung von Schäden am Reaktorsicherheitsbehälter (RSB) aufgrund steigenden Drucks, etwa bei auslegungsüberschreitenden Störfällen. Darüber hinaus wird radioaktives Material durch verschiedene hochwirksame Filter im FCVS zurückgehalten.

Zusätzlich zu seinen noch andauernden Aufgaben bei der Beseitigung der Unfallfolgen im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi und der Sanierung der Umgebung beabsichtigt der Hitachi-Konzern, durch seine Lösungen weiterhin einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, indem die Sicherheit und Zuverlässigkeit von SWR-Anlagen verbessert wird und eine stabile Stromversorgung gewährleistet ist.

AREVA hat das weltweite „Nuclear Safety Alliance Program“ 2011 eingeführt, um qualifizierte Lösungen zur Verbesserung der nuklearen Sicherheit von Kernkraftwerken bereitzustellen und die Folgen schwerer Unfälle zu mildern. 85 Projekte wurden bei 42 Betreibern in 16 Ländern begonnen.

Kontakt
Sicherheit für Kernkraftwerke
AREVA GmbH