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AREVA führt internationales Forschungsprojekt der OECD zur Sicherheit von Kernkraftwerken fort

Paris / Erlangen

28. November 2012

Die Nuclear Energy Agency (NEA) innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat das internationale Forschungsprojekt an der Primärkreislaufversuchsanlage (PKL) in AREVAs „Technical Center“ in Erlangen bis zum Ende des Jahres 2015 verlängert. Bereits seit 2001 werden im Rahmen des Projekts Sicherheitsaspekte laufender und neuer Druckwasserreaktoren untersucht.

Auch in den kommenden Jahren werden die Fachleute von AREVA hypothetische, auslegungsüberschreitende Ereignisse in Kernkraftwerken simulieren. Auf dieser Basis entwickelt AREVA bestehende Strategien zur Beherrschung solcher Ereignisse und daraus resultierender Folgen für die Anlagen weiter. Das neue Forschungsprojekt wird den Fokus insbesondere auf den gleichzeitigen Ausfall mehrerer Sicherheitssysteme bis hin zum kompletten Ausfall der Stromversorgung richten.

Die weltweit einzigartige PKL-Versuchsanlage auf dem Forschungsgelände in Erlangen bildet den Primärkreislauf eines Druckwasserreaktors in voller Höhe nach und ist mit einer großen Zahl an Messpunkten ausgestattet. So können Versuchsreihen unter realistischen Bedingungen durchgeführt und bewertet werden, um Handlungsempfehlungen für die Betriebsmannschaften von Kernkraftwerken entwickeln zu können.

„Wir freuen uns über das erneute Vertrauen und die Unterstützung für das Projekt durch die OECD. Wir führen bereits seit den 70er Jahren Versuche mit unserer weltweit einzigartigen Testanlage durch. Das große internationale Interesse zeigt einmal mehr, wie wichtig das Know-how und die Infrastruktur von AREVA im Bereich der kerntechnischen Sicherheit sind“, sagt Stefan vom Scheidt, technischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung von AREVA in Deutschland.

Im Rahmen der OECD beteiligen sich neben den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland AREVA selbst und das Bundeswirtschaftsministerium an der Finanzierung des Projekts. Aber auch Organisationen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus 14 NEA/OECD-Mitgliedsstaaten wie USA, Frankreich, Schweden oder Finnland leisten einen Beitrag. Das finanzielle Volumen des Projekts beläuft sich auf etwa eine Million Euro pro Jahr.

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