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Tschechische Republik: AREVA unterbreitet Angebot für Bau zweier EPR-Reaktoren für Projekt Temelin 3 und 4

Paris

02. Juli 2012

Luc Oursel, AREVAs Chief Executive Officer.

AREVA hat heute das offizielle Angebot für den Bau zweier EPR-Reaktoren, der Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Temelín, an den tschechischen Energieversorger ČEZ abgegeben. Das Angebot umfasst Design, Entwicklung, Materialbeschaffung, Bau und Inbetriebnahme der beiden Blöcke.

„AREVA möchte ČEZ dabei begleiten, ihr Projekt zu realisieren, um das Kernkraftwerk Temelin zu erweitern und zu einem industriellen Erfolg europäischen Ausmaßes zu machen“, sagte Luc Oursel, CEO bei AREVA. „Mit vier im Bau befindlichen EPR-Blöcken in Finnland, Frankreich und China verfügt AREVA über einzigartige Erfahrungen – sei es mit Genehmigungsprozessen, Projektverträgen oder dem Bau von Kernkraftwerken. Diese Erfahrung wird dem Projekt Temelin zu Gute kommen und CEZ die Sicherheit geben, das Projekt wettbewerbsfähig, pünktlich und gemäß der Budgetvorgaben abschließen zu können“, so Oursel weiter.

AREVA-Angebotsteam für die tschechische Republik.

Der EPR-Reaktor basiert auf bewährter Technologie und wurde in enger Kooperation mit europäischen Energieversorgern und Aufsichtsbehörden entwickelt. Er verfügt über die weltweit höchsten Standards an Sicherheit und Leistung, die ihn zum robustesten Reaktor machen, der am Markt existiert.

Die besonderen Sicherheitsmerkmale, allen voran der so genannte „Core Catcher“, und die doppelwandige Außenhülle aus Stahlbeton zum Schutz vor Flugzeugabstürzen, bieten einen einzigartigen Schutz vor internen und externen Ereignissen. Die im Nachgang zu Fukushima in mehreren Ländern durchgeführten Sicherheitsstudien haben die hohen Sicherheitsstandards des EPR kürzlich bestätigt.

Der EPR-Reaktor ermöglicht Energieversorgern, die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu optimieren. Die hohe elektrische Leistung sorgt zusammen mit der besonders hohen Verfügbarkeit für Einsparpotenziale von bis zu 20 Prozent im Vergleich mit anderen Modellen der neuesten Generation von Kernkraftwerken.

Studien haben bestätigt, dass die beiden EPR-Reaktoren unter den Voraussetzungen des tschechischen Stromnetzes und der dortigen Wasserversorgung langfristig die beste Lösung sind, um wettbewerbsfähig und zu einem stabilen Preis Strom zu produzieren. Sie bieten ČEZ und der Tschechischen Republik eine wichtige, wettbewerbsfähige Energiequelle mit guter CO2-Bilanz.

Angebotsübergabe in Prag am 2. Juli 2012. ©AREVA  

AREVAs starke weltweite Lieferantenkette sichert die Wettbewerbsfähigkeit des Projektes und das Vertrauen in Ausführung und Termineinhaltung. Die Strategie, aktiv lokale Zulieferer auszuwählen und zu qualifizieren, stützt sich auf lokale Expertise und Industrien, was das Netzwerk an Lieferanten permanent stärkt. Ein wichtiger Aspekt ihres Angebots ist für AREVA ihr Lieferantennetzwerk weiter zu regionalisieren. Nachdem AREVA in den letzten 20 Jahren sehr enge Verbindungen zur tschechischen Industrie geknüpft hat, unterzeichnete das Energieunternehmen Anfang des Jahres 25 Kooperationsvereinbarungen mit tschechischen Firmen. Diese werden sowohl am Projekt Temelín beteiligt als auch an weiteren AREVA-Projekten weltweit. Allein in den letzten drei Jahren hat AREVA Aufträge für Equipment und Dienstleistungen im Wert von über einer Milliarde Tschechischen Kronen (rund 40 Millionen Euro) an tschechische Firmen vergeben. Zusätzlich zu ihrem Engagement bei der Erweiterung des Kraftwerks Temelin, plant AREVA ihre Investitionen in der Tschechischen Republik zu verdoppeln und weitere Aufträge für Industriegüter und Dienstleistungen zu vergeben.

Computergeneriertes 3D-Bild der zwei EPR-Blöcke in Temelin. ©AREVA/IMAGE and PROCESS

„Bis zu 70 Prozent des Wertes unserer EPR-Projekte stehen lokalen Firmen offen. Wir schätzen mehr als 10.000 neue Arbeitsplätze während des Baus von Temelin zu schaffen“, sagte Thomas Epron, Leiter der AREVA-Niederlassung in der Tschechischen Republik. „Lokale Zulieferer zu qualifizieren stellt inzwischen ein Schlüsselelement unserer Geschäftsstrategie in allen Märkten dar, in denen wir neue Kraftwerke bauen. Dieser Ansatz stärkt das Vertrauen der Energieversorger in unsere Liefertreue und begünstigt das lokale Wirtschaftswachstum.“

AREVA hat die Transparenz und die professionelle Abwicklung von ČEZ-Ausschreibungen mehrfach gelobt. Die Angebote durchlaufen einen Prozess von Fragen und Antworten, der voraussichtlich bis Ende 2012 dauert. Im Anschluss erfolgt eine erste Bewertung und die Verhandlungen werden beginnen. Im Jahr 2013 soll ein Bieter den Zuschlag für sein Angebot erhalten.

Neben dem Angebot an ČEZ ist AREVA heute an verschiedenen Prozessen zu Ausschreibungen und kommenden Projekten beteiligt, die bereits begonnen haben oder in der Vorbereitungsphase sind. So etwa in Finnland (mit Fennovoima und TVO), Jordanien, Großbritannien, China, Indien, Polen, Saudi-Arabien und Südafrika.

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